Goldsuche nach Bohrkernanalyse

Und ewig lockt das Gold...

Riesengoldnugget aus Kalifornien
Riesengoldnugget aus Kalifornien, Quelle: Wikipedia, Chris Ralph

Welcher Mann - und auch so manche Frau - hat nicht schon einmal davon geträumt oder zumindest den Gedanken gehabt, selbst Gold zu suchen - und zu finden. Wie es ist, die frisch gewonnenen goldigen Nuggets in den Händen zu halten, das wissen nur wenige. 

Längst liegt das Gold nicht mehr "einfach so herum". Immer tiefer wird gegraben, gesprengt und: gebohrt. Die Kernbohrung ist heute ein wichtiges Element der Suche nach edlen Metallen und Mineralien. Mit relativ geringem Aufwand lässt sich erkunden, wie hoch der prozentuale Anteil gewinnversprechender Elemente in tieferen Erd- und Gesteinsschichten ist. 

Mittels einer Kernbohrung können z.B. meterlange Bohrkerne entnommen werden, die dann präzise analysiert werden. So ist genau definierbar, in welcher Tiefe mit welchen Mineralvorkommen zu rechnen ist. Man stelle sich beispielsweise ein Quadrat mit Seitenlänge 50 Meter vor, an dessen vier Ecken jeweils eine Kernbohrung vorgenommen wird. Ergeben die vier Bohrkerne ähnlich gute Ergebnisse, kann davon ausgegangen werden, dass die Fläche innerhalb der Bohrungen einen ähnlichen Gehalt an z.B. Edelmetallen enthält.

So lässt sich berechnen, wie viel Erde und/oder Gestein bewegt werden muss, um an die Gewinn bringenden Schichten zu gelangen. Liegt die Schicht z.B. in 15 Meter Tiefe, müssen 50x50x15 Meter Boden, also 37.500 Kubikmeter Material bewegt werden - zuzüglich der Rampen. Da das Material nach dem Abbau nicht mehr so kompakt ist wie im Boden, vergrößert sich das Volumen auf mindestens 50.000 m³. 

Das Gewicht bei 37.500 m³ Erde und Gestein hängt von der Zusammensetzung des Bodens ab. Mutterboden liegt bei ca. 1,7 Tonnen pro m³, Granit, Sand usw. bei ca. 2,7 Tonnen. So kommen dann in unserem Fall leicht 75.000 Tonnen zusammen. Ein 40-Tonner (also ein großer LKW) hat etwa 25 Tonnen Nutzlast. Es wären also 3.000 LKW Ladungen abzutransportieren, um den "Schatz" zu heben. 

Dank der Kernbohrungen kann man also vorher gut ausrechnen, ob sich das Unterfangen am Ende auch lohnen wird. Das Risiko, das Geld für Kernbohrungen zu verlieren ist halt viel geringer als die Kosten für das Risiko, auf gut Glück den Boden umzupflügen. 

:)