Kernbohrung im Höllenrand
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Kernbohrung im Chicxulub Krater

Chicxulub Krater Schwereanomaliemessung
Chicxulub Krater Schwereanomaliemessung, Quelle: Wikipedia

Eine Kernbohrung in den "Höllenrand", den Rand des Chicxulub Kraters vor der Küste Mexikos, hat eine Tiefe von erstaunlichen 1335 Metern erreicht. Wohlgemerkt: 1335 Meter unter dem Meeresgrund. 

Der etwa 66 Millionen alte Krater, der durch den Einschlag eines mindestens 10 Kilometer großen Meteoriten entstand, hat möglicherweise das Aussterben der Dinosaurier verursacht - und damit das Entstehen der Menschen ermöglicht. Um dem Wahrheitsgehalt dieser Hypothese auf den Grund zu gehen, wurde mit der mobilen Bohrplattform Myrtle eine sehr aufwändige Kernbohrung durchgeführt. Diese förderte Bohrkerne in einer Gesamtlänge von über 830 Metern zutage, die nun ausgewertet werden. 

Zitat von Deutschlandfunk.de: 

"Wir haben einige ungewöhnliche Funde gemacht, Dinge, die bislang noch nie entdeckt worden sind, aber mehr darf ich leider noch nicht sagen"
(Expeditionsleiterin Joanna Morgan)

Zitat von Astronews.com:

"Organisiert, finanziert und realisiert wird die Chicxulub-Expedition vom Europäischen Konsortium für wissenschaftliches Ozeanbohren (ECORD). Sie ist ein Beitrag zum International Ocean Discovery Program (IODP), in dem europäische Staaten neben anderen mit Japan und den USA zusammen arbeiten.

Diese Expedition wird auch vom International Continental Scientific Drilling Program (ICDP) unterstützt. Die Expedition wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung von mexikanischer Seite – sowohl seitens offizieller Stellen als auch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Institutionen."