Brückeneinsturz in Genua
von D72

Brückeneinsturz hätte durch Kernbohrungen vorausgesagt werden können

Es ging durch alle Medien, als am 14. August 2018 der westliche Pylon des Polcevera Viadukts einstürzte und 43 Menschen in den Tod riss. Auf 250 Metern Länge brach die 24 Meter breite Brücke, die insgesamt 1182 Meter Länge misst, während eines Unwetters ein.

Während wir uns hier nicht vorstellen möchten, wie es den Menschen zumute sein muss, wenn plötzlich der Boden unter einem wegsackt und man samt seinem Fahrzeug in die Tiefe stürzt, ist es für uns fachlich interessant, dass unsere Branche das Rüstzeug hat, solche Unglücke zu vermeiden - denn Kernbohrungen hätten den Zustand der Brücke im Vorfeld klarer erkennen lassen.

Ein Mitglieder Prüfkommission der Brücke, Antonio Brencich, kritisierte nämlich, dass bei den Prüfungen  keine Kernbohrproben des Betons genommen worden seien. Je nach Alter und Beschaffenheit der Brücke ist das eine übliche Vorgehensweise, mittels derer der Zustand des Betons in nicht sichtbaren Schichten ermittelt werden kann - einfach ausgedrückt kann man sehen, wie tief die Risse reichen.

Offenbar war diese relativ einfache Art der Prüfung (alternativ könnte z.B. eine Gammastrahlendurchleuchtung der Betonkonstruktion erfolgen) immer noch zu teuer für den privaten Autobahnbetreiber. Diese Sparsamkeit hat letztlich zum Unglück geführt.

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Quelle des Bildes: Wiki

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